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Wer klare Ziele hat, ist klar im Vorteil – 2010 steht vor der Tür

In meiner Weihnachtsvorlesung geht es auch um das Thema „persönliche und unternehmerische Planung”. Die meisten der Studenten können damit allerdings nicht sehr viel anfangen. Getreu dem Motto: „Der Weg ist das Ziel!” wollen sie jetzt einfach mal das Studium hinter sich bringen, und dann wird man schon weiter sehen. Ganz anders einer der anwesenden Erstsemester. Er kann seine Ziele klar benennen. Sein Haus am Redondo-Beach in Los Angeles, seine zwei Sportwagen usw. hat er auf einem großen Poster an der Wand seiner Studentenbude. Bevor er abends einschläft, schaut er sich dieses Bild noch einmal an, und wenn er morgens aufwacht, dann hat er dieses Bild als erstes im Blick. Wie zum Beweis nimmt er sein Apple iphone aus der Tasche, schaltet es an, und auf dem Startbild erscheint eine amerikanische Greencard, seine Eintrittskarte. 

blog_2009_12_31_-ziele-apple-iphone Um diese Eintrittskarte kämpft er derzeit.In der Pause spricht er mich an: Seine einzige Sorge: Was ist, wenn ich 49 Jahre alt bin und das alles erreicht habe? Wir reden auch darüber, dass diese tollen materiellen Ziele ihm irgendwie keine letzte Befriedigung schaffen. Und wir reden auch darüber, dass dieses Loch in seiner Seele nicht mit materiellen Gütern zu füllen ist. Gott, der jedem von uns das Leben schenkt, hat nicht nur eine Sehnsucht nach Villen und schnellen Autos in uns hineingelegt – und plötzlich reden wir über Weihnachten und was es heißt, Gott in sein Leben einzuladen. Es gibt letzte Fragen, die nicht mit Euros zu beantworten sind, dazu braucht es sinnstiftende Antworten. Die sind in der Bibel und bei Jesus Christus zu finden.

Trotz allem ist diese Zielorientierung beeindruckend. Viele global bekannte Persönlichkeiten haben in jungen Jahren ihre Ziele geklärt. Ob Margret Thatcher oder Helmut Kohl, sie wussten alle als Jugendliche schon, dass sie eines Tages ein Land regieren. Vor einigen Wochen wurde Dr. Kristina Köhler als Bundesfamilienministerin vereidigt. Zufall? Nicht wirklich! Mit 14 Jahren ist sie in die Partei eingetreten. Warum gerade mit 14? Nun, weil man eben nicht früher eintreten kann. Wenige Tage danach fand die erste Sitzung ihres Ortsverbandes statt. Es ging um anspruchsvolle, fachliche Fragen, denen sie nicht folgen konnte. Sie hat die Zeit genutzt, die Namen aller diensttuenden Minister in Bonn auswendig zu lernen und hat am Ende der Versammlung darum gebeten, auswendig aufsagen zu dürfen.

Jetzt – 18 Jahre später – ist sie die jüngste Ministerin in Deutschland. Natürlich gibt es Hunderte, die in den Startlöchern sitzen und gerne Bundesminister wären. Wenn jemand mit 14 Jahren klar weiß, dass er Berufspolitiker werden will, dann ist dies beeindruckend. Wenn er dann noch das richtige Networking betreibt und seit Jahren mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Kontakt hält, dann sind das richtige Meilensteine auf so einem Weg.

Vor einigen Tagen war ich mit einer Runde mittelständischer Unternehmer zusammen. Ich habe jeden einzelnen gefragt: Wie klar hast du deine Ziele für 2010? Die meisten antworteten: 60-80 Prozent. Reicht das? Ich meine nicht!