Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp

Die Revolution beginnt – ABC-Mitarbeiter beim Lebensmittelkonzern Unilever

Worauf wir lange gewartet haben. Jetzt ist es passiert. Unilever, der weltweite Lebensmittelkonzern (Knorr, Langnese usw.), beurteilt nach ABC. Und zwar von der Spitze bis ganz runter. Allerdings: Statt ABC gibt es dort eine Farbampel. Unilever testet das System im Management schon seit Jahren und führt das Talentmanagementprogramm nun für die Tarifbeschäftigten ein.

A-Mitarbeiter werden „High Potentials“ genannt und haben die Farbe grün. Diese Mitarbeiter empfehlen sich automatisch für höhere Aufgaben. C-Mitarbeiter sind bei Unilever „Low Performer“ und haben die Farbe rot. Die so genannten „Low Performer“ bekommen ein Angebot für Mentoringgespräche und Weiterbildung. B-Mitarbeiter bleiben farblos (weiß), es sei denn, sie laufen Gefahr zu „Low Performern“ zu werden. Für diese Zwischenstufe gibt es die Farbe gelb. Auch der Betriebsrat sieht die positiven Seiten des Systems: Die „High Potentials“ hätten bessere Chancen auf Beförderung in die Management-Ebene, die „gläserne Decke werde durchlässiger“. Der Betriebsrat kann frühzeitig „Low Performer“ erkennen und wird bei eventuellen Kündigungen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt.

Unilever ist im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen top geführt. Seit Jahren gibt es dort sogenannte We-care-Workshops. In diesen Workshops lernen die 600 Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, was einen guten Chef auszeichnet. Auch das Thema Work-Life-Balance ist dort kein Modethema. Eine Firma, die so viel für ihre Mitarbeiter tut, darf auch Fragen stellen – wie zum Beispiel die Frage nach der Leistung von Mitarbeitern. Wenn allerdings ein mittelmäßig oder schlecht geführtes Unternehmen ein solches Beurteilungssystem einführt, besteht die Gefahr, dass das ganze Unternehmen in Flammen aufgeht.

tempus hat es auf diese Weise geschafft, zu einem Hochleistungs-Team zu werden. Immer mehr mittelständische Unternehmen führen diese Methode mit großem Erfolg ein.

Die besten Unternehmen der Welt haben heute eine Verteilung von 80 % Grün (A-Mitarbeiter), 20 % Weiß (B-Mitarbeiter) und 0 % Rot (C-Mitarbeiter). Wir bei tempus sind glücklich, eine solche Personalstruktur in 10 Jahren intensiver Arbeit geschafft zu haben.

Wie kommentieren Sie diese Entwicklung?
Ist dies ein Schritt in die richtige Richtung?