Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp

Was Unternehmer und Personaler von der Fernsehsendung „Undercover Boss“ lernen können

Kennen Sie die Sendung „Undercover Boss“? Seit 2011 läuft diese Sendung bei RTL. Die Idee: Chefs von Unternehmen arbeiten verdeckt („undercover“) als Praktikanten oder Hilfsarbeiter eine Woche in der eigenen Firma mit, um eine unverfälschte Sicht auf die Arbeitsabläufe im Unternehmen zu erhalten. Hierfür wurden die Bosse auch optisch (Bart, Perücke, Kleidung etc.) für ihre Position vorbereitet. Ein Beispiel: Der Deutschland-Chef der Hotelkette „BestWestern“ arbeitete in der Küche und im Zimmerservice mit. Das Toiletten putzen gehörte natürlich auch dazu.

Nachdem der Boss undercover im Unternehmen war, kehrte er ein halbes Jahr nach dem Drehtag nochmals zu seinem Vorarbeiter zurück um ein gemeinsames Fazit zu ziehen. Was für Sie als Chef oder Personaler hierbei spannend ist:

1) Ausnahmslos alle gezeigten Mitarbeiter in dieser „Fazit-Sendung“ waren A-Mitarbeiter. Es ist also Teil des Sendungskonzepts, A-Mitarbeiter herauszustellen und ihnen eine besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die Dixi-Klofrau, die auf dem Weihnachtsmarkt die Toiletten reinigt und von den Besuchern das Geld kassiert, verteilt inzwischen Autogrammkarten wie ein Star.

2) Der Deutschlandchef der Hotelkette „BestWestern“ hat nach seiner Mitarbeit beim Zwiebeln schneiden und Klo putzen erkannt, wie wichtig engagierte Mitarbeiter (A-Mitarbeiter) sind und überträgt dies nun auf das gesamte Unternehmen. Das Engagement seiner Zimmerreinigungs-Mitarbeiterinnen fasste er in einem Satz zusammen: Sie putzen nicht nur, sie sorgen dafür, dass der nächste Gast sich wohlfühlt.

3) Einige Chefs konnten durch die Sendung wahre Talente erkennen. Der Chef von Pit-Stop zum Beispiel, lernte, welches besondere Talent man benötigt, um Dellen zu entfernen. Der Mitarbeiter, der ihn dabei betreute, war ein so guter Talentsucher für diese Tätigkeit, dass er anschließend bundesweit für die Rekrutierung dieser Fachkräfte zuständig wurde.

Wie stellen Sie sicher, dass Sie wissen, was an der Basis läuft?