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Ein Personalfragebogen im Recruitingprozess – ist das ein Muss? (Teil 2)

Früher oder später tauchen Sie auf: Bewerber, die den Personalfragebogen kritisieren. Gut so, denn die Art der Kritik verrät viel über die Persönlichkeit. Drei wichtige Erkenntnisse können Sie gewinnen.

„Das steht doch schon in meinem Lebenslauf!“: Dieser Satz gehört zu den Klassikern bei Kritik am Personalfragebogen.

Wie die Kritik formuliert wird, ist äußerst aufschlussreich.

Gespräch gescheitert – dank Personalfragebogen. Auch wenn es absurd klingt: Hier hat der Personalfragebogen hervorragend funktioniert. Denn er hat gezeigt, dass der Bewerber nicht ernsthaft motiviert war, in diesem Unternehmen zu arbeiten. Und dass er rasch auf Konfrontationskurs geht. Kurz: Er ist sicher nicht der A-Mann, den wir suchen. Ohne den Personalfragebogen hätte man das vielleicht erst während der Probezeit festgestellt.

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Der Personalfragebogen hilft Ihnen, den richtigen Mitarbeiter besser zu identifizieren – oder aber früh genug Differenzen zu erkennen.

Drei wichtige Erkenntnisse offenbart der Personalfragebogen zwischen den Zeilen über die Einstellung des Bewerbers:

1. Sorgfalt
Wie geht der Bewerber mit dem Personalfragebogen um? Schickt er ihn ordentlich zurück? Sind die Antworten hingekritzelt oder akurat geschrieben? Hier verrät der Bewerber viel über Sorgfalt und Ordnungsliebe.

2. Kooperationsbereitschaft
Wie werden Fragen beantwortet, ausführlich oder nur mit Stichwörter? Sind Fragen durchgestrichen oder wird auf den Lebenslauf verwiesen? Wenn ich einen Bewerber um das Ausfüllen von ein paar Daten bitte und er meint, ich könne mir die Zahlen selbst zusammenzusuchen, verrät das viel über seine Kooperationsbereitschaft.

3. Diskussionsfähigkeit
Natürlich sind Anmerkungen zum Personalfragebogen erlaubt. Aber interessant ist: wie äußert der Bewerber seine Kritik – konstruktiv und sympathisch oder destruktiv und verletzend? Zeigt er Interesse für andere Ansichten?

Der wichtigste Grund für den Einsatz eines Personalfragebogens: Besser keinen Mitarbeiter, als einen B- oder C-Mitarbeiter

Mein Tipp: Arbeiten Sie daran, Ihre Bewerberanzahl zu erhöhen, anstatt einen B- oder C-Mitarbeiter einzustellen

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Personalfragebogen: Identifizieren Sie die As, die Ihr Team zum Erfolg führen und verzichten Sie auf die Einstellung von Bs und Cs.

Die Not A-Mitarbeiter zu finden ist groß. Oft höre ich auch: „Die wenigen guten Bewerber gehen zu den großen, bekannten Firmen.“ Meine Antwort an Sie: Ihr Unternehmen braucht Strahlkraft, die Top-Talente auf Ihr Unternehmen aufmerksam macht. Ich habe „7 einfache Tipps“ zusammengestellt, wie Ihr Unternehmen A-Mitarbeiter magnetisch anzieht.

Ein Firmenwagen für die Azubis: Das ist kein Witz, sondern die letzte verzweifelte Maßnahme, auf die manche Arbeitgeber zurückgreifen, um Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Oft gilt: Man nimmt, was man kriegen kann. Ohne Rücksicht auf Qualität, fachliche und persönliche Eignung der Mitarbeiter. Wie es bei tempus gelingt, Jahr für Jahr die besten Mitarbeiter zu gewinnen?

7 Geheimnisse: Die besten Mitarbeiter magnetisch anziehen

Ich habe Ihnen „7 Geheimnisse“ zusammengestellt, wie Ihr Unternehmen es schafft, sich zum Leuchtturm zu entwickeln und A-Mitarbeiter magnetisch anzuziehen.

Mehr zum Thema Personalfragebogen finden Sie auf meiner Homepage www.abc-personal-strategie.de und in meinem Buch „Die besten Mitarbeiter finden und halten“. Ich gebe auch gerne die Frage meiner Unternehmerkollegin weiter: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Personalfragebogen gemacht? Ich bin gespannt auf Ihre Berichte!