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Guerilla-Bewerbungen: Kreativität kennt keine Grenzen

Bewerbungen werden immer ideenreicher, nach dem Motto: Everything goes. Auffallen, um sich von der Masse abzuheben ist das Erfolgsrezept. Sie haben keine Idee, um Ihre Bewerbung aufzupeppen? Gerne liefere ich Ihnen einige Beispiele:

– Bewerbung eines Kochs: Dieser verschickte seine Bewerbung in einer Bratpfanne und bekam prompt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

– Bewerbung einer Grafikerin: Sie legte zu ihrer Bewerbung kurz vor Weihnachten einen Osterhasen dazu. Begründung: Sie sei ihrer Zeit eben voraus.

Der Sinn einer solchen Bewerbung ist es, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und zwar durch eine ungewöhnliche Art.

Klar ist, dass eine solche Kreativ-Bewerbung nicht unbedingt gut ankommen muss. Karriere-Coach Jürgen Hesse vom Büro für Berufsstrategie sagt dazu: „Eine Kreativ-Bewerbung ist auf jeden Fall eine Gratwanderung. Wer den Geschmack des Arbeitgebers nicht trifft, hat alle Chancen verspielt.”

Negativbeispiele gibt es natürlich auch:
Eine Frau legte einmal zu ihrer Bewerbung einen Fön dazu. Ihre lustig gemeinte Begründung: „Ich bringe frischen Wind in Ihr Unternehmen.” Der Personalchef war von dieser Aktion nicht begeistert und antwortete: „Heiße Luft können wir selbst produzieren.”

Auch Sabine Neumaier von der Berliner Bewerbungsberatung Ambitio überrascht diese Reaktion nicht: „Die Form der Bewerbung sollte den Inhalt gut verpacken, nicht vom Inhalt ablenken.” Sie rät: „Nehmen Sie nicht einfaches Kopierpapier oder eine billige Mappe. Setzen Sie dezente Akzente mit Farben, insbesondere bei Online-Bewerbungen.” Jürgen Hesse empfiehlt, mit dem Format zu spielen, z. B. indem man von einem A4-Blatt einen kleinen Rand abschneide. „Das ist schon ein totaler Hingucker und man läuft nicht Gefahr, den Adressaten geschmacklich total vor den Kopf zu stoßen.”

Denken Sie, Guerilla-Bewerbungen führen zum Erfolg?