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Altersteilzeit: Die 3 besten Modelle aus Arbeitgebersicht

Altersteilzeit: Die 3 besten Modelle aus Arbeitgebersicht

Daumen runter, Daumen hoch: Altersteilzeit kann unterm Strich sowohl positiv als auch negativ für das Unternehmen ausfallen. Ich stelle Ihnen deshalb drei vorteilhafte Altersteilzeit-Modelle vor – und wie man sie als Arbeitgeber bestmöglich nutzen kann.

 

Altersteilzeit kann eine gleitende Übergabe der Arbeitsstelle an den Nachfolger ermöglichen.

 

Für C-Mitarbeiter kann die Altersteilzeit nicht schnell genug beginnen. Sie zählen schon in ihren 40er Jahren die Tage bis zur Rente. Hier liegt der Vorteil, den Altersteilzeit bietet, klar auf der Hand: Jeder Tag, den der C-Mitarbeiter nicht im Unternehmen stört, ist ein guter Tag. Wobei die beste Lösung natürlich gewesen wäre, sich rechtzeitig von solchen Bremsklötzen zu befreien, statt sie noch weitere Jahre bis zum endgültigen Ruhestand mitzuschleppen. Mehr gibt es zu C-Mitarbeitern und Altersteilzeit nicht zu sagen. Lesen Sie dazu auch meinen Bestseller „Die Personalfalle“.

10 Tipps im Umgang mit C-Mitarbeitern

Schlechte Mitarbeiter kann sich keiner leisten. Nur wem es gelingt, viele A-Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden und wer möglichst wenig B-Mitarbeiter oder gar C-Mitarbeiter in seinen Reihen hat, wird dauerhaft am Markt bestehen können.

Aber welche Vorteile bringt die Teilzeitlösung bei verdienten A-Mitarbeitern? Einen hervorragenden Mitarbeiter, Kollegen oder Geschäftspartner zu verabschieden, tut immer weh! Viele Jahre hatte ich für eine christliche Organisation eng und erfolgreich mit einem Geschäftspartner zusammengearbeitet. Als er mir letztes Jahr mitteilte, dass er sich altersbedingt nun zurückziehen will, war das für mich erst einmal sehr hart zu akzeptieren. Warum hört man auf, wenn man so große Erfolge erzielt? Und wie soll man eine solche Lücke ersetzen?

 

Lücken – die A-Mitarbeiter hinterlassen – fallen immer auf.

 

Altersteilzeit: Vorteile für Arbeitgeber

Aber auch wenn es bitter ist, sollten Sie sogar Ihren besten Mitarbeiter die Bitte um Altersteilzeit nicht verwehren. Auch wenn Sie gesetzlich dazu vielleicht nicht verpflichtet sein sollten. Zum einen haben Sie Ihrem A-Mitarbeiter zu viel zu verdanken – letztlich den Erfolg Ihrer Firma. Sehen Sie dazu auch diesen kleinen Film an. Zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie Ihren A-Mitarbeiter auch dann verlieren, wenn Sie die Altersteilzeit ablehnen. Denn ein Mitarbeiter, der nur noch zur Arbeit geht, weil er dazu gezwungen wird, bringt sicher keine Top-Leistung mehr.

 

„Die ganze Kunst der so schwierigen Menschenführung besteht darin, seine Untergebenen so zu behandeln, wie man selbst von seinem Vorgesetzten behandelt werden möchte.“ – Richard Nixon

 

Wichtig zu wissen ist, dass die Arbeitszeitverteilung bei Altersteilzeit firmenintern geregelt werden kann, also zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber selbst verhandelt werden darf. Bei Altersteilzeit wird trotzdem oft einfach nur das Standard-Blockmodell angewandt: Der Arbeitnehmer arbeitet für einen Teil des Gehalts erst voll weiter, um dann in der zweiten Hälfte der Altersteilzeit-Phase bei fortlaufendem Gehalt komplett freigestellt zu sein. Dieses Standard-Modell bietet für Arbeitgeber aber keine Vorteile.

 

Standard-Modell bieten Arbeitgebern keine Vorteile.

 

Altersteilzeit-Modelle

Grundsätzlich sind neben dem Standard-Altersteilzeit-Modell drei andere Modelle denkbar, die verschiedene Vorteile aufweisen.

1. Die täglich verminderte Stundenzahl

Bei diesem Altersteilzeit-Modell arbeitet der Mitarbeiter täglich mit halbierter Stundenzahl. Das eignet sich sehr gut für eine gleitende Übergabe des Arbeitsplatzes an den Nachfolger. So ist gewährleistet, dass Wissen nicht verlorengeht.

2. Das Wochentage-Modell

Hier arbeitet der Mitarbeiter nur an bestimmten Wochentagen bzw. im wöchentlichen oder monatlichen Wechsel. Dieses Modell eignet sich sehr gut, um Wochentage oder Schichten zu besetzen, die sonst personell schwer zu besetzen sind.

3. Das Block-Modell

Altersteilzeit kann auch mit einem zeitlich variablen Block erfolgen, bei dem der Arbeitnehmer intervallweise voll arbeitet, um dann wieder einige Zeit komplett zu pausieren. So können Sie einzelne Projekte, Messen, Ferien-Engpässe oder Hochsaison-Phasen optimal abdecken.

 

Erstrebenswert ist die Zufriedenheit aller Beteiligten.

 

Übrigens: A-Mitarbeiter können auch im Ruhestand zu kostbaren Reserven werden und sind oft gern bereit, auch spontan einzuspringen, wenn Not am Mann ist. Lesen Sie hier mehr dazu. Weitere Tipps zur Personalführung finden Sie auf meiner Homepage.