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Mitarbeiterkündigung: Wie ein Chef den besten Mann verlor

und wie man den Super-GAU verhindert!

… und Tschüß, Chef! Wenn High-Performer sich verabschieden: Hauptgründe für die Mitarbeiterkündigung.

Diese Mitarbeiterkündigung ist schon einige Jahre her, aber mein Unternehmer-Freund erzählt davon immer noch bei passender Gelegenheit, wenn er in gemütlicher Runde mit anderen Chefs zusammensitzt. Als Mahnung und Eye-Opener. Vermutlich auch, um ein Chef-Trauma zu verarbeiten. Denn das war es für ihn. Beinahe hätte er vor Frust alles hingeschmissen. Warum gute Mitarbeiter kündigen – und wie man das vermeidet.

Eines Tages kam sein bester Mann ins Chefbüro und bat um drei Minuten Zeit. Dieser Mitarbeiter war morgens der Erste im Betrieb und abends der Letzte. Er engagierte sich für die Firma, als wäre es seine eigene. Während sich der Chef um Zahlen und Verwaltung kümmerte, war dieser Mitarbeiter derjenige, der den ganzen Betrieb am Laufen hielt. Jetzt legte er die Mitarbeiterkündigung auf den Tisch.

Und es kam noch schlimmer: Der High-Performer gestand, dass er vor der Mitarbeiterkündigung bereits einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben hatte. Bei der Konkurrenz. Warum? Der Unternehmer erfuhr nun in ein paar Sätzen die Gründe für die Mitarbeiterkündigung.

Warum die besten Mitarbeiter kündigen

Der Top-Mitarbeiter legte los: „Ich fühle mich isoliert. Ich muss mich von Kollegen beschimpfen lassen, wenn ich mehr Leistung bringe als sie – weil dann auffällt, dass sie viel weniger leisten. Ständig muss ich das abarbeiten, was sie liegen lassen. So macht das keinen Spaß mehr. Deshalb habe ich mir die andere Firma angeschaut. Die Jungs sind wirklich gut drauf. Die arbeiten so wie ich. Das sind Adler, Chef! Die fliegen!“

Ja, so ist das. Adler wollen mit Adlern arbeiten und sich nicht von C-Mitarbeitern am Boden festketten lassen. Faule und mobbende Kollegen sind Hauptgründe für die Mitarbeiterkündigung eines High-Performers.

Nach drei Schock-Minuten beschloss mein Unternehmer-Freund, seine Personalpolitik total umzukrempeln. So haben wir uns kennengelernt: Er kam in mein Seminar „Die besten Mitarbeiter finden und halten“. Heute beschäftigt er tatsächlich nur noch A-Mitarbeiter – sein Adler-Team, wie er es nennt.

Sehen Sie dazu das kurze Video „Mutmacher, Mitmacher, Miesmacher“.

Wie Sie die Mitarbeiterkündigung ihrer High-Performer verhindern:

1. Positive Arbeitsatmosphäre

Achten Sie darauf, dass sich Leistungsträger im Team nicht rechtfertigen müssen! Signalisieren Sie High-Performern, dass Sie jederzeit ein offenes Ohr für ihre Probleme haben. Regelmäßige Mitarbeitergespräche helfen, Differenzen frühzeitig zu erkennen.

2. A-Mitarbeiter einstellen

Eine dauerhaft positive Arbeitsatmosphäre setzt ein leistungsorientiertes Arbeitsumfeld voraus. A-Mitarbeiter brauchen Verbündete. Achten Sie deshalb darauf, künftig nur noch A-Mitarbeiter einzustellen.

3. C-Mitarbeiter verabschieden

Mobbing und Neid gehen von C-Mitarbeitern aus. Trennen Sie sich deshalb konsequent und schnell von Low-Performern.

Mitarbeiter kündigt

Können Sie die Mitarbeiterkündigung trotz aller Bemühungen nicht verhindern, verabschieden Sie den A-Mitarbeiter in allen Ehren – und halten Sie ihm damit den Rückweg offen.

Mehr Tipps zum Thema Mitarbeiterkündigung und Personalführung finden Sie auf meiner Homepage www.joerg-knoblauch.de.

Unsere A-Mitarbeiter kämpfen für uns und unser Unternehmen. Wir sind es ihnen schuldig, dass wir auch für sie kämpfen!