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Ohne Ja-Sager und Nörgler: 5 Tipps zur Konsensfähigkeit

Ich bin auch nur ein Mensch. Deshalb liebe ich es, wenn man meine Ideen beklatscht und widerspruchslos tut, was ich sage. Gut ist das natürlich nicht. Deshalb gebe ich zu: Konsensfähigkeit ist eine Eigenschaft, die auch Führungskräfte trainieren müssen. Wir müssen für eine positive Diskussionskultur im Unternehmen sorgen. 5 Tipps.  

„Nein, Herr Knoblauch, so machen wir das nicht! Wir wählen einen anderen Weg.“ Der junge Mann, der gerade meinen Vorschlag vor versammelter Mannschaft verbal in den Papierkorb geschnippt hat, ist unser Praktikant. Und er hat die besseren Argumente. Also überlasse ich ihm das Feld. Wieder einmal. Konsensfähigkeit bedeutet, nicht auf ein vermeintliches Recht zu beharren. Es bedeutet aber auch, zu widersprechen, wenn es sachlich angebracht ist. So wie mein Praktikant das tut.

Was bedeutet Konsensfähigkeit?

Ob Ja-Sager oder Dauer-Nörgler – beide sind für ein Unternehmen schädlich, denn beiden mangelt es an Konsensfähigkeit. Leider fällt der Mangel an Konsensfähigkeit bei chronischen Nörglern schneller auf, während die Abnicker oft dauerhaft unbemerkt ihr Unwesen treiben können und dabei auch noch Beliebtheitspunkte bei Vorgesetzten sammeln.

  • Dazu empfehle ich Ihnen den kleinen Film Mutmacher, Mitmacher, Miesmacher:

Wie aber fördert man die Konsensfähigkeit im Unternehmen? Auf fünf Punkte sollten Sie als Führungskraft besonders achten.

Konsensfähigkeit im Team: 5 Tipps

1. Verzicht auf Hierarchie-Denken

Ob Azubi oder Führungskraft – jeder darf und soll seine Meinung äußern. Ich kenne leider viele Chefs, die es gar nicht akzeptieren können, kritisiert zu werden oder ein „Nein“ zu hören. Das ist tödlich für die Konsensfähigkeit im Unternehmen!

2. Zielorientierte Führung

Wo geht’s lang? In Diskussionen darf die Frage nicht lauten: „WER bestimmt“ sondern „WAS bestimmt“. Dieses „WAS“ sind die Ziele, die wir uns im Unternehmen gesetzt haben.

3. Konzentration auf Fakten

Konzentrieren Sie sich in Entscheidungsprozessen auf Zahlen, Fakten und Bedürfnisse. Es geht nicht um private Befindlichkeiten. Nehmen Sie sachlichen Widerspruch nicht persönlich.

4. Offene Diskussionen

Achten Sie auf eine teamorientierte, offene Moderation in Diskussionen. Als Chef sollte man darauf achten, keine Monologe zu halten. Schaffen Sie ein positives Gesprächsklima.

5. Sachliche Gesprächsführung

Achten Sie darauf, dass die Wortwahl und Gesprächsführung im Unternehmen stets sachlich, höflich und korrekt bleibt.

Handfester Streit oder produktive Meinungsverschiedenheit? Die Konsensfähigkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Unternehmen.

Konsensfähigkeit trainieren

Was Sie sonst noch tun können, um Ihr Team weiterzuentwickeln, zeigen wir Ihnen gerne in unserem praxiserprobten Seminar „Teams zu Spitzenleistungen entwickeln“ oder besuchen Sie meine Homepage www.joerg-knoblauch.de.

In wenigen Wochen wird unser kluger Praktikant mein Unternehmen leider wieder verlassen, um weiter zu studieren. Ich werde ihn vermissen.