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Krieg beim Bäcker? 3 Tipps für eine positive Arbeitsatmosphäre

Vorsicht Querschläger! In manchen Firmen herrscht Krieg unter Kollegen. Und wenn Kunden Pech haben, geraten sie zwischen die Fronten. Das kann sogar beim Brötchenkauf passieren: Erinnerungen an einen „Erlebnis-Einkauf“ – und 3 Tipps für eine positive Arbeitsatmosphäre.

Die Bäckerei machte einen freundlichen Eindruck. Allerdings nur von außen, denn innen herrschte leider keine positive Arbeitsatmosphäre. Während eines Auswärtstermins wollte sich eine meiner Mitarbeiterinnen im Bäckerladen rasch mit einer kleinen Brotzeit eindecken. Zwei Kundinnen waren vor ihr an der Reihe, eine davon offenbar türkischer Herkunft. Während die Auszubildende Brötchen sortierte, wechselte sie lächelnd einige Worte auf Türkisch mit dieser Kundin. Allerdings waren es tatsächlich nur einige Worte, denn sofort grätschte die ältere Kollegin dazwischen: „Hier wird so geredet, dass ich verstehe, was geredet wird!“.  Wow, das saß. Die Auszubildende, die Türkin und auch alle anderen anwesenden Kunden verstummten augenblicklich, peinlich berührt.

Positive Arbeitsatmosphäre? Fehlanzeige! Wie schlecht muss das Betriebsklima sein, wenn die Vorgesetzte offenbar jedes Wort der Kollegin kontrollieren will?

Wenn miese Stimmung jede Chance auf eine positive Arbeitsatmosphäre zunichtemacht, ergreifen Mitarbeiter und Kunden früher oder später die Flucht. Wie wichtig eine positive Arbeitsatmosphäre ist, zeigt auch eine Studie des Marktforschungsinstituts Infofact: 80 Prozent der Arbeitnehmer halten demnach eine positive Arbeitsatmosphäre für „sehr wichtig“.

Das Fatale: Schon ein einziger Miesmacher oder Lästerer kann die Arbeitsfreude und Stimmung der ganzen Abteilung ruinieren. Vor allem A-Mitarbeiter haben unter solchen Kollegen zu leiden.

Bäckerei
Dauernörgeln, Neid, Intrigen und Lästerei – so vertreibt man Kunden und Mitarbeiter. Sorgen Sie für eine positive Arbeitsatmosphäre.

Was fördert eine positive Arbeitsatmosphäre?

Laut Infofact-Umfrage muss eine positive Arbeitsatmosphäre vor allem drei Bedürfnisse erfüllen:

1. Respekt/Wertschätzung (62 Prozent)

2. Kollegiales Arbeitsumfeld (56 Prozent)

3. Gute Vorgesetzte (51 Prozent)

Zum Vergleich: Nur vier Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen wichtig sei, bei einem bekannten Arbeitgeber zu arbeiten. Die positive Arbeitsatmosphäre ist also gerade für kleine und mittelständische Unternehmen eine wichtige Chance, um beim „War for Talents“ gegen die große Konkurrenz zu punkten.

  • Hören Sie dazu auch Ausschnitte meines Bestsellers „Die besten Mitarbeiter finden und halten“:

Positive Arbeitsatmosphäre schaffen – 3 Tipps

1. Bewerten Sie Ihre Mitarbeiter

C- und B-Mitarbeiter können durchaus eine scheinbar positive Arbeitsatmosphäre verbreiten. In Wahrheit handelt es sich dann allerdings um eine „positive Faulenzatmosphäre“, in der A-Mitarbeiter als Störenfriede und Außenseiter diffamiert werden. Um sich hier nicht täuschen zu lassen ist es wichtig, die A-, B- und C-Mitarbeiter zu kennen – und sich von zerstörerischen Kräften zu trennen.

2. Lassen Sie sich und Ihre Führungscrew bewerten

Ohne positive Führung keine positive Arbeitsatmosphäre.

Gute Führung kann man lernen – zum Beispiel in unserem Seminar „Auf die Chefs kommt es an“.

3. Sammeln Sie Verbesserungsvorschläge und Wunschlisten

Ihre Mitarbeiter wissen am besten, wo und warum negative Stimmung entsteht und was besser laufen könnte.

Als Chef bin ich es meinen A-Mitarbeiter schuldig, für eine positive Arbeitsatmosphäre zu sorgen. Und auch für mich selbst gibt es einfach nichts Schöneres, als mit einem motivierten und begeisterten Team zusammenzuarbeiten.

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie sich jeden Morgen auf eine positive Arbeitsatmosphäre freuen können!